Wenig. weniger. Null. Mia Wasikowska als gefährliche Verführerin in in einer schwarzhumorigen Satire von Jessica Hausner ("Lourdes")
Wenig. weniger. Null. Diese schwarzhumorige Satire über die Verführbarkeit junger Menschen lief 2023 im Wettbewerb von Cannes.
Eine junge Lehrerin namens Frau Novak (Mia Wasikowska) kommt an ein britisches Elite-Internat. Sie gibt einen Kurs für bewusste Ernährung - und eine gewagte Parole aus: Verzicht! Bei den Jugendlichen aus reichem Elternhaus kommt das gut an, denn es geht um Wichtiges, bzw. "Gewichtiges" - und 'wichtig' möchten sie sowieso alle sein.
Mit dieser individuellen Ernährungstaktik ließe sich alles bewältigigen: Gesundheit, Klima, Selbstfürsorge und nicht zuletzt: der Kapitalismus selbst. Je weniger man zu sich nimmt, davon sind die Jugendlichen schnell überzeugt, desto größer die Selbstkontrolle, desto nachhaltiger ihr Effekt auf die Umwelt. Frau Novaks Lehre spricht nicht nur den Verstand ihrer Klasse an, sondern dringt auch tief in die zarten Seelen ein. Schnell befindet sich eine fünfköpfige Gruppe im Rausch des Fastens, was auch die Elternschaft zunehmend beunruhigt... Willkommen im Club Zero!
Die Österreicherin Jessica Hausner gilt als eine der wenigen international erfolgreichen deutschsprachigen Regisseurinnen, die sich mit eindrücklichen Filmen wie "Lourdes", "Hotel" und "Little Joe" einen Namen gemacht hat. Mit "Club Zero" ist ihr ein intelligentes, verstörendes Drama über Gruppendynamik, Manipulation und den Einfluss fragwürdiger Ideologien auf junge Menschen gelungen.
In einer bewusst nüchternen und stilisierten Inszenierung, wie sie für Hausner typisch ist, zeigt der Film, wie eine Lehrerin ihre Schülerinnen und Schüler mit der Idee des „bewussten Nicht-Essens“ zunehmend in ihren Bann zieht. Die subtil aufgebaute Atmosphäre wirkt lange nach und regt, trotz der distanzierten Inszenierung, zum Nachdenken über Autorität, Machtmissbrauch, sozialen Druck und die Suche nach Zugehörigkeit an.
Wenig. weniger. Null. Diese schwarzhumorige Satire über die Verführbarkeit junger Menschen lief 2023 im Wettbewerb von Cannes.
Eine junge Lehrerin namens Frau Novak (Mia Wasikowska) kommt an ein britisches Elite-Internat. Sie gibt einen Kurs für bewusste Ernährung - und eine gewagte Parole aus: Verzicht! Bei den Jugendlichen aus reichem Elternhaus kommt das gut an, denn es geht um Wichtiges, bzw. "Gewichtiges" - und 'wichtig' möchten sie sowieso alle sein.
Mit dieser individuellen Ernährungstaktik ließe sich alles bewältigigen: Gesundheit, Klima, Selbstfürsorge und nicht zuletzt: der Kapitalismus selbst. Je weniger man zu sich nimmt, davon sind die Jugendlichen schnell überzeugt, desto größer die Selbstkontrolle, desto nachhaltiger ihr Effekt auf die Umwelt. Frau Novaks Lehre spricht nicht nur den Verstand ihrer Klasse an, sondern dringt auch tief in die zarten Seelen ein. Schnell befindet sich eine fünfköpfige Gruppe im Rausch des Fastens, was auch die Elternschaft zunehmend beunruhigt... Willkommen im Club Zero!
Die Österreicherin Jessica Hausner gilt als eine der wenigen international erfolgreichen deutschsprachigen Regisseurinnen, die sich mit eindrücklichen Filmen wie "Lourdes", "Hotel" und "Little Joe" einen Namen gemacht hat. Mit "Club Zero" ist ihr ein intelligentes, verstörendes Drama über Gruppendynamik, Manipulation und den Einfluss fragwürdiger Ideologien auf junge Menschen gelungen.
In einer bewusst nüchternen und stilisierten Inszenierung, wie sie für Hausner typisch ist, zeigt der Film, wie eine Lehrerin ihre Schülerinnen und Schüler mit der Idee des „bewussten Nicht-Essens“ zunehmend in ihren Bann zieht. Die subtil aufgebaute Atmosphäre wirkt lange nach und regt, trotz der distanzierten Inszenierung, zum Nachdenken über Autorität, Machtmissbrauch, sozialen Druck und die Suche nach Zugehörigkeit an.